Firmengeschichte
So wie die Stimmen in einem guten Vocal-Ensemble müssen auch die
Orgelpfeifen in eine musikalisch sinnvolle Ordnung gebracht werden, wobei
Tonhöhe und Klangcharakter im Mittelpunkt stehen. Die Tonhöhe ist reine Physik
und klar definiert. Die Gestaltung des Klangcharakters aber setzt ein gutes
Gefühl für musikalische Ausgewogenheit voraus, die ein Intonateur haben muß.
Die Intonation ist stets der letzte Bauabschnitt eines Orgelneubaus bzw. einer
Orgelrestaurierung, dauert je nach Orgelgröße 4 – 8 Wochen und ist – anders
als oft vermutet – eine schweißtreibende, geistige und körperliche
Herausforderung und vielleicht gerade deswegen so ausfüllend und oft auch von
tiefer Befriedigung gekrönt.
Meiner soliden Orgelbauerausbildung bei der Firma W. SAUER in Frankfurt(Oder)
folgten ab 1977 zwölf intensive Berufsjahre mit den Schwerpunkten
Montageleitung, Orgelelektrik und Intonation.
Seit 1990 arbeite ich als selbstständiger Intonateur in direktem Auftrag von
Orgelbaufirmen, Konzerthäusern oder Kirchgemeinden.
Vielen, zum Teil sehr bedeutenden Instrumenten im europäischen Raum konnte
ich ihre klangliche Identität verleihen.
Voller Dankbarkeit erkenne ich nun den hohen Wert meiner Ausbildung an den
Instrumenten Violine und Orgel in meiner Kindheit und Jugendzeit.
Wichtig war auch die enge Verbindung meines Elternhauses zur
Klosterkirchengemeinde in Cottbus und deren kirchenmusikalischen Aktivitäten,
mein Mitwirken in der dortigen Kinder- und Jugendkantorei und dem
ökumenischen Oratorienchor unter Leitung von KMD Lothar Graap, meinem
Orgellehrer.
Wenn sich Menschen, die eben noch behauptet haben unmusikalisch zu sein,
freiwillig auf die Kirchenbank setzen, um sich an den Orgelklängen Herz und
Seele zu erwärmen, dann denke ich: Das Ziel ist erreicht.
Intonation ist Sache des Herzens und der Seele,
nicht des Kopfes.
Damit ist alles gesagt.